Die Bundeswehr als Personalressource
Donnerstag, 21.01.2010
Round-Table-Gespräch mit Unternehmern aus dem Saarlnd
Saarlouis. Im Rahmen der Koopration Bundeswehr und Wirtschaft im Saarland nahm das Kreiswehrersatzamt (KWEA) Saarlouis/BFD Trier auf Einladung des Fördervereins der SHS Foundation am 3. Dezember an einem Round-Table-Gespräch mit Unternehmern im IT-Park Saarland teil. Die SHS Foundation (Saarländer Helfen Saarländern) verfolgt das Ziel, die Wirtschafts- und Kulturregion Saarland zu fördern. Ihr gehören zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer an. Ziel des rund dreistündigen Gesprächs war es, Unternehmerinnen und Unternehmern die Bundeswehr als Personalressource vorzustellen, wenn es darum geht, hochqualifizierte freie Arbeitsplätze zu besetzen oder geeignete Unternehmensnachfolgerinnen oder -nachfolger zu finden.
Zur Einführung in die Materie wurden vom Leiter des KWEA Saarlouis und Vorsitzenden des Beirats Bundeswehr und Wirtschaft im Saarland, Regierungsdirektor Hans-Peter Breit, die Aufgaben des BFD umrissen und der „Personalkreislauf' von der Nachwuchsgewinnung bis zur Wiedereinliederun ausscheidender Soldatinnen und Soldaten auf Zeit (SaZ) dargestellt. Die Bundswehr wirbt und übernimmt gut ausgebildetes Personal aus der Wirtschaft als SaZ und profitiert so erheblich von den zivilberuflich erworbenen Qualifikationen und Erfahrungen der jungen Frauen und Männer. Überwiegend werden die SaZ zur militärischen Fach- und Führungskraft ausgebildet und mit zunehmender Verantwortung eingesetzt. Nach Ende seiner Dienstzeit wird dieses Fach- und Führungspersonal mit gewachsener Fach- und Sozialkompetenz, Erfahrung in Führung, Ausbildung und Teamarbeit sowie hoher Stressresistenz und weiterer beruflicher Aus-und Fortbildung der Wirtschaft besser qualifiziert wieder zur Verfügung gestellt.
Als konkurrenzloses Start-Up-Programm zur Existenzgründung wurden von Unternehmerseite die Fördermöglichkeiten für SaZ 8 und 12 bewertet. Allerdings wurde auch eingeräumt, dass aufgrund der Wirtschaftskrise und einer hohen Zahl von Konkursen und Insolvenzen eine beachtliche Hemmschwelle besteht, sich selbständig zu machen. Allen Unkenrufen zum Trotz gibt es durchaus auch für minderqualifizierte ehemalige SaZ Chancen in Unternehmen unterzukommen. Gerade von Arbeitgeberseite wurde darauf hingewiesen, dass man nicht nur „Häuptlinge", sondern auch „Indianer" brauche. Auch wenn ehemalige SaZ über keine oder nur geringe berufliche Qualifikationen verfügten, seien diese erfahrungsgemäß verlässlich, belastbar und für die einfachen Tätigkeiten, für die sie eingesetzt würden, regelmäßig die beste Wahl. Die Resonanz des Round-Table-Gesprächs bei Unternehmerinnen und Unternehmern war durchweg positiv. Es gab keinerlei Vorbehalte gegen die Einstellung ehemaliger SaZ in die Betriebe. Im Gegenteil, man kann sich grundsätzlich die Einstellung ehemaliger SaZ durchaus vorstellen. Die meisten Gesprächsteilnehmer hatten zum ersten Mal von der Institution des BFD und seiner Stellenbörsen gehört und wurden bei dieser Veranstaltung erstmals sensibilisiert, bezüglich ihres „zivilen Personalersatzes" auch dort nachzufragen. Es liegt nun an der Bundeswehr insbesondere am BFD, hier noch kräftiger die Werbetrommel zu rühren. KWEA SAARLOUIS






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