"Wir wollen kein Kaffeekränzchen sein"

10:47 | 2010-03-01

Edgar Rosche, Sympathieteamleiter Ulm

 Saarländer trifft man überall, heißt es. Manche starten eine berufliche Karriere außerhalb des Saarlandes. Einer von ihnen ist Edgar Rosche, Leiter des SHS-Sympathiekreises in Ulm. Die SHS-Foundation hat Dieter Gräbner, den langjährigen Lokalchef der Saarbrücker Zeitung  gebeten, zu beschreiben wo und wie sie leben und was sie für das Saarland tun können.


Edgar Rosche lebt seit 1972 mit seiner Familie in Ulm. "Ich bin aber eigentlich Völklinger," betont er. "In Völklingen wurde ich 1940 geboren, bin ich zur Schule gegangen und bei Röchling habe ich Industriekaufmann gelernt, habe dann die Fachschulreife in der Abendschule erworben. Ich hätte studieren können. Aber ich wollte Geld verdienen" erzählt er. Zuletzt war er Büroleiter der Stahlkontrolle in der Völklinger Hütte. Er spielte Fußball im Amateur-Kader des SV Völklingen, der damals in der Südwest-Oberliga um Punkte kämpfte und erwarb sogar den B-Trainerschein des Deutschen Fußballbundes. 1969 heiratete er seine Frau Christa, ebenfalls eine Völklingerin. Und dann? "Im selben Jahr bin ich weg, weil ich in Völklingen keine berufliche Perspektive mehr für mich sah". Er heuerte bei Messer Griesheim in Frankfurt an, arbeitete zeitweilig in Karlsruhe, Dortmund und in der Verwaltung in Düsseldorf, bis ihm die Edelstahlwerke Buderus einen Außendienst-Job versprachen. "In den Außendienst wollte ich schon immer." Er griff zu, war dann zunächst stellvertretender Niederlassungsleiter in Stuttgart, und später Verkaufs-Repräsentant für Süddeutschland: "Das Angenehme an dieser Aufgabe dabei war unter anderem, dass ich auch für das Saarland zuständig war und immer wieder geschäftlich ins Saarland kam. "Und Ulm?" In Ulm lebt es sich angenehm", erzählt er. Er hat zwei Töchter. Tochter Bärbel ist Diplom-Kauffrau und Tochter Kathi ist Realschullehrerin. Er hat drei Enkelkinder, die er "leider zu wenig sieht, weil die Familien meiner Töchter nicht in unserer Nähe wohnen." 2001 wurde er pensioniert. Und nun könnte er eigentlich das beschauliche Leben eines Rentners führen. Das will er nicht. Er ist ein quirliger vielseitig interessierter Mann, unternehmungslustig, mit Ideen und vielfachen Kontakten. Die SHS Foundation hat ihn zum Leiter des SHS Sympathiekreises in Ulm ernannt. Und seitdem versucht er, Kontakte für und mit Saarländern in Baden-Württemberg zu knüpfen. Ein Redakteur der Südwest-Presse Ulm hörte von seinen Versuchen, "in Ulm und um Ulm herum" wie es in einem Kinderreim heißt, Saarländer zu finden - und schrieb darüber. Seitdem hat Edgar Rosche "eine Saarlandgruppe gegründet. Wir haben rund 20 Mitglieder. Wir treffen uns regelmäßig und versuchen uns auch mit Erfahrungs- und Gedankenaustausch zu helfen." Einem saarländischen Unternehmer, der nicht wusste, an wen er sich wenden sollte, konnte Rosche einen Auftraggeber vermitteln: "Man muss uns nur fragen. Wir wollen ja kein Kaffeekränzchen sein, sondern praktisch helfen, wenn Saarländer auf unsere Erfahrungen und unsere Ortskenntnisse hier zurückgreifen wollen." Wie er die Kontakte zwischen dem Saarland und Baden-Württemberg vertiefen kann - auch darüber hat er sich Gedanken gemacht: "Wir haben glücklicherweise in unserem Sympathieteam einige Saarländerinnen und Saarländer, die in verschiedenen Bereichen der Universität und der Stadt Ulm zum Teil leitende Positionen begleiten. Ich kann mir vorstellen, dass wir auch einer saarländischen Reisegruppe helfen können, Ulm, die Stadt an der Donau, und die schöne Umgebung zu entdecken und dabei Kontakte einzufädeln. Die Heimat kann uns ruhig in Anspruch nehmen.“


Haben Sie Fragen an Edgar Rosche? Suchen Sie Kontakte in Baden-Württemberg? Kennen Sie Saarländer, die in Baden-Württemberg leben? Ihre Meinung interessiert uns.

 

Kommentare

Bisher sind keine Kommentare vorhanden.

Kommentar senden

* - obligatorisches Feld

*




CAPTCHA Bild zum Spamschutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken. *
*