Minipreneure - Das Konzept

Minipreneure - Das Konzept

Minipreneure

Das weiterentwickelte Konzept MINIPRENEURE wird am 17.3.2010 vorgestellt.


Das Konzept MINIPRENEURE will nicht nur grundsätzlich neue Wege in der beruflichen Reintegration von Langzeitarbeitslosen beschreiten, sondern auchbewährte Modelle in neuer Weise einsetzen. Es ist ein innovatives Projekt, das programmatisch relevante Ansätze und Konzepte aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen miteinander ins Gespräch gebracht hat, um ein Gesamtmodell zu erarbeiten, das über eine spezielle Verbreitungslogik einer allgemeinen Verwendbarkeit in der praktischen Arbeit mit Arbeitslosen und an den Problemen der Arbeitslosigkeit zugeführt werden kann. Die klassischen Instrumente der Arbeitsvermittlung erfahren dadurch eine Ergänzung – mit dem Ziel, das maximale Reintegrationsniveau volkswirtschaftlich zu heben.

MINIPRENEURE ist ein transdiziplinäres Projekt, das in ganzheitlicher und differenzieller Weise langzeitarbeitslose Menschen in den Blick nimmt. Es organisiert ein Netzwerk wechselseitiger Hilfe aus Experten unterschiedlicher Disziplinen und motivierten Arbeitslosen als Experten in eigener Sache. Aus dieser „doppelten Expertenschaft“ schöpft das Projekt den Zugewinn an Know How, fachkundiger Betreuung, sozialer Unterstützung und Empathie, um eine möglichst große Zahl von Langzeitarbeitslosen zu ermuntern und zu befähigen, ihr Leben als arbeitsfähige und leistungsbereite Mitbürger wieder aktiv und mit berechtigten Hoffnungen in die Hand zu nehmen, beginnend in ihrem unmittelbaren Lebensbereich, und wieder den Weg zurück in eine dauerhafte Erwerbstätigkeit zu finden.

In diesem Sinne sollen Betroffene zu Minipreneuren werden, indem sie, im kleinen Rahmen beginnend, aktiv werden, die Dinge in die Hand nehmen, ihre Talente entdecken und ihren Lebensplan neu entwerfen.

Das Leitmotiv dieses Konzeptes für die Menschen in dieser Unternehmung, für die Minipreneure und ihre Berater und Begleiter, unsere gemeinsame „Philosophie“ lautet: „Mache Dich selbst zum Projekt!“ – „Lasst uns das Projekt machen – gemeinsam!“

MINIPRENEURE wird als gemeinnützige Gesellschaft organisiert. Die Kernelemente des Konzeptes sind:

  • In einem als POLYLOG bezeichneten Prozess kommen in einer Kreativierungswoche Fachexperten und Experten „in eigener Sache“ zusammen und gestalten gemeinsam einen Raum, in dem die Arbeitslosen ihre neuen Lebenspläne entwerfen und gestalten können. Kennzeichnend für dieses Element ist die Nutzung neurobiologischer und psychologischer Erkenntnisse im Rahmen intensiver Gruppenaktivitäten. Ein individuelles Gesundheitscoaching gehört dazu.
  • In einer TALENT- UND EIGNUNGSDIAGNOSE werden die individuellen beruflichen Stärken einer Person mit psychologischen Methoden (Berufsprofiling®) erhoben und für ein Matching zu Berufen bzw. Beschäftigungsmöglichkeiten nutzbar gemacht. Sowohl die psychologische Diagnostik als auch die Art der Ergebnisverwertung gehen hierbei weit über bisherige Ansätze der Arbeitsvermittlung hinaus.
  • Durch regionale Wirtschaftsstrukturanalysen bis auf Stadtteil- und Ortsteilebene soll das Beschäftigungspotenzial ermittelt und für individuelle Integrationsmaßnahmen nutzbar gemacht werden. Hierfür wird das BESCHÄFTIGUNGS-RADAR eingeführt.
  • Durch eine Anpassung der Regelungspraxis des Einstiegsgeldes (§ 29 SGB II) kann dieses Förderinstrument als finanzielle Brücke aus dem Alg II-Bezug in die Selbständigkeit genutzt werden.
  • Nach einer lokalen Pilotierung an einer signifikanten Stichprobe soll das Modell landes- und bundesweit zum Einsatz gelangen. Hierfür wird das SOCIAL FRANCHISING zur Multiplikation des Modells verwendet. Social Franchising bezeichnet den Einsatz der aus wirtschaftlichem Kontext bekannten Franchise-Logik auf soziale Projekte. Franchisegeber ist die gemeinnützige Gesellschaft MINIPRENEURE, Franchisenehmer sind die lokalen Instanzen für Arbeit und Grundsicherung nach dem SGB II bzw. die Minipreneure nach Verlassen von ALG II.

www.minipreneure.de