Vom Geheimtipp zum bekannten Artikel

14:14 | 2010-08-16

Saarbrückerin vermarktet Spezialitäten in ihrer „Heimat-Manufaktur“

Das Saarland braucht neue Unternehmer. Um Menschen Mut zu machen, stellt unsere Zeitung in loser Folge junge saarländische Unternehmen vor. Heute: Dorothee Wiebe und ihre „Heimat-Manufaktur“.

Saarbrücken. Der Balsamico kommt aus dem Saarland, der Apéritif auch. „Dabei und bei vielen anderen Produkten können wir in der Region aus dem Vollen schöpfen“, sagt die Saarbrückerin Dorothee Wiebe (41). „Einer kennt einen, der stellt einen hervorragenden Edelbrand in der kleinen Brennerei her oder Marmelade.“ Das alles unter ein Dach zu bringen, zu marktfähigen Produkten mit Verpackung zu bündeln und zu verkaufen – das ist die Geschäftsidee der Saarbrücker Marketingspezialistin Dorothee Wiebe. Sie gründete mit einer Freundin aus Bexbach die „Heimat-Manufaktur“. „Unsere handgemachten Spezialitäten kann man nicht im Supermarkt oder im Laden an der Ecke kaufen“, sagt sie. Der Start war mühsam. „Wir haben zuerst einmal viel Zeit in den Aufbau der Lieferantenbeziehungen gesteckt. Erzählen Sie jemand, der sonst seine Produkte selbst direkt verkauft, dass man gerne regelmäßig 100 bis 200 Stück – zum Beispiel handgemachte Seifen oder Liköre – abnehmen will. Der guckt Sie erst einmal schief an.“ Sie hat privates Geld in ihre Idee gesteckt. Wiebe führt die „Heimat-Manufaktur“ alleine. Das Unternehmen wird immer rentabler: „Im nächsten Jahr dürfte ich so weit sein, dass ich davon leben könnte. Gut ist, dass ich dann 2011 für die Manufaktur eine Arbeitskraft einstellen kann“, so Wiebe. Mit der Produktpalette spricht sie Unternehmen, aber auch Heimat- und umweltbewusste Verbraucher an. Der Absatz verteilt sich hälftig auf beide Zielgruppen. „Das Weihnachtsgeschäft 2009 mit den Firmen und der Bude auf dem Saarbrücker Christkindlmarkt war richtig gut“, so Wiebe. Dafür legte sie Pakete auf wie „Glück auf!“ mit echten saarländischen „Grubengutzja und Gourmet-Grubensalz“ – das ausnahmsweise nicht heimischer Produktion stammt – oder eine Kiste „Weihnachts-Apéritif“ mit Streuobstwiesen-Apfelsecco aus dem Bliesgau und in Weinbrand eingelegte Früchte aus dem Saarland. Besonders beliebt bei Exil-Saarländern: die „Heimwehkiste“ oder die „Schwenkerkiste“.

Kommentare

Leonard2010-10-27 | 13.51
Interessanter Beitrag!
gibt es denn eine web-siteder "Heimat-Manufaktur"?
Michael2010-10-27 | 14.21
http://heimat-manufaktur.de ist die offizielle Website,...

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