Aktivitäten der Saarlandbüros

Best Practice Beispiele

Das virtuelle Saarlandbüro ist eröffnet, auf der Webseite gibt es eine Kurzbeschreibung und Darstellung des Angebotes und nun? Wie kann ich starten? Und wie kann es danach weitergehen? Was haben andere bereits bestehende Saarlandbüros getan?

Hier haben wir „Best Practice“ Beispiele zusammengetragen. Diese sollen weniger als Anleitung und vielmehr als Orientierung für erste Schritte im neuen oder auch bestehenden virtuellen Saarlandbüro dienen.


Aktiver Start eines Saarlandbüros

Der Auftakt eines virtuellen Saarlandbüros muss keine aufwendige Veranstaltung mit intensiver Vorbereitungsphase sein. Wie wäre es zum Start mit einem persönlichen oder virtuellen Treffen in gemütlicher Runde? Doch wie findet man SaarländerInnen und SaarlandfreundInnen für ein solches Treffen in der neuen Heimat? Dazu bietet sich als erster Schritt Social Media Aufrufe (z.B. in Gruppen) oder auch die private Ansprache von SaarländerInnen und SaarlandfreundInnen an.

Bei einem entspannten Treffen kann zum Beispiel ein saarländischer Abend mit Schwenker, Salaten, Kuchen und regem Austausch stattfinden.

Stattgefunden hat solch ein saarländisches Treffen beispielsweise beim Leiter des virtuellen Saarlandbüros Washington (USA), Brigadegeneral Frank Gräfe. Er stellte zunächst Kontakt zu SaarländerInnen und SaarlandfreundInnen in seiner aktuellen Heimat her (mithilfe der deutschen Botschaft) und machte dank dem Erlassen der Maskenpflicht in den USA ein erstes reales Treffen möglich. Der ehrenamtliche Teamleiter lud zu sich nach Hause zu Schwenker und weiteren heimischen Spezialitäten ein. Mehr als 10 SaarländerInnen tauschten sich dort bei einem beeindruckenden Buffet aus. Mit dazu gehörte eine Live-Schaltung nach Saarbrücken zur SHS Foundation.

Anschließend stellte Herr Gräfe der SHS einige Bilder des Treffens zur Verfügung, die über Social Media gepostet wurden und die Sie in der obigen Zusammenstellung sehen können.

Ebenfalls ein schöner Start ist die gemeinsame Teilnahme an (sportlichen) Freizeitaktivitäten. Im Jahr 2014 fanden sich SHS Teamleiterin Denise Bates (Oregon) und SHS-Fördermitglied Dr. Michael Deeken in Oregon (USA) zusammen und nahmen mit einem Laufteam namens „Saarmotions“ am traditionellen „Hood to Coast“-Lauf teil. Das Team trug dabei T-Shirts mit dem SHS-Logo und dem damals neuen Saarlandlogo.

 

Präsentationsmöglichkeiten eines Saarlandbüros

Die erste Kontaktherstellung zu anderen SaarländerInnen und SaarlandfreundInnen in der aktuellen Heimat ist erfolgt. Vielleicht konnte sogar schon ein Treffen stattfinden. Oder Sie möchten die Gelegenheit nutzen Ihr Saarlandbüro vorzustellen und dadurch Kontakte zu knüpfen?

Wie wäre es mit einem ungezwungenen Interview/Gespräch in der „Let’s Talk“-Reihe mit Wolfgang Bogler und SHS Vorstand Michael Hartz?

Ein Treffen muss dieser Videovorstellung nicht zwingend vorangegangen sein. Sie kann auch ein erster Schritt im virtuellen Saarlandbüro sein.

Diese Möglichkeit haben mittlerweile einige Teamleiter genutzt. Von San Francisco, über Antananarivo bis nach Ruiz de Montoya. Hierbei geht es sowohl um die Vorstellung der eigenen Person, des Angebots des Saarlandbüros als auch um die aktuelle Situation und Chancen im jeweiligen Land.

Unter folgendem Link finden Sie ein paar Videobeispiele als Inspiration: YouTube-SHS Foundation.

 

Sie haben Interesse daran Ihr virtuelles Saarlandbüro, ihre aktuelle Heimat und sich in einem ähnlichen Video darzustellen? Sprechen Sie uns gerne an: info@shsfoundation.de

Eine weitere Möglichkeit das eigene Saarlandbüro zu präsentieren zeigte sich mit der Idee von Helmut Hofmann (ehemaliger Ressortleiter SR). Dieser fand in der argentinischen Provinz Misiones eine Saarländerkolonie und hatte die Idee mithilfe einer mobilen Radiostation u.a. Familien wieder zusammenzuführen. Die SHS Foundation stellte zu diesem Zweck einen Geländewagen von VW zur Verfügung, der 2002 in Argentinien zum Einsatz kam. Das „Urwaldradio“ startete mit drei Zielpunkteprogrammen (Ökologie & Umwelt, Kommunikation, Austausch).

Seit dem Jahr 2020 leitete Dr. Juan José Bernardi das Saarlandbüro Ruiz de Montoya. Er trägt die Idee von Helmut Hofmann in seiner eigenen Radiosendung beim Sender seiner saarländischen Mutter FM Eco‘s com weiter. Dort nimmt er regelmäßig Sendungen (mittlerweile 33 – Stand 10/2021) mit saarländischer Thematik auf, die er auch online verfügbar macht.

 

Aktivität mit Projektcharakter

Erste Schritte sind getan und Sie haben den Wunsch eine Aktivität umzusetzen? Eine Idee, die Sie vielleicht schon länger beschäftigt? Auch dabei unterstützen wir Sie gerne. Hier ein paar Aktivitäten-Beispiele von virtuellen Saarlandbüros.

Im Beispiel Saarlandbüro Antananarivo organisiert Angelique Steffeck (Teamleiterin) die Vermittlung madagassischer Arbeitskräfte ins Saarland. So bekommen Madagassen, die in ihrer Heimat nur unter schweren Bedingungen Arbeit finden, die Möglichkeiten eine gute Ausbildung zu machen, mit der sie sich und ihrer Familie Perspektive schaffen. Angelique Steffeck bereitet die Schüler selbst mit Deutschunterricht auf ihre neue Herausforderung vor. Bisher konnten madagassische Arbeitskräfte für ihre Ausbildung zu PflegerInnen, Hotelfachfrau/-mann oder Koch/Köchin in saarländischen Unternehmen wie „Victor’s“, „l'escargot“ oder der SHG-Klinik ausgebildet werden.

Im Jahr 2010 engagierte sich Brian Robinson (Südafrika) mit seinem Hospizprojekt in Knysna unter dem Motto „Locals caring for Locals“. Im Zuge des Projektes konnte medizinische Hilfe, psychologische Unterstützung und palliative Versorgung gesichert werden. Die SHS Foundation unterstützte das Hospiz und vermittelte Kontakte aus ihrem Netzwerk.

Sehen Sie Hürden, weil Ihnen für Ihr Vorhaben Kontakte in bestimmte Fachrichtungen fehlen? Die SHS-Foundation hat ein breit gefächertes Netzwerk mit Kontakten, auf das sie zurückgreifen kann und mit dem Sie eine helfende Hand bei Ihrem Vorhaben erhalten.

Projekt

Eine erste kleinere Aktivität ist gelungen und die Idee für ein größeres Projekt liegt schon lange ungenutzt in der Schublade? Wir sind Ihnen bei der Vorbereitung und ggf. der Umsetzung behilflich. Das Wort „Projekt“ soll dabei keinen übermäßigen Respekt erzeugen, sondern ist lediglich die Bezeichnung für Aktivitäten, die von längerer Dauer sein können oder mehr Hilfestellung benötigen. Wie unterschiedliche Formen von Projekten aussehen können, erfahren Sie in unseren Beispielen.

Das Best Practice Beispiel für ein gelungenes Projekt wäre beispielsweise der Saarlandtag in Finnland 2007. Saarlandbüroleiter Hans-Joachim Schulze veranstaltete am 04. Oktober 2007 in Kooperation mit der SHS Foundation einen Saarland-Informationstag im Goethe Institut Helsinki mit rund dreißig Teilnehmern. Dabei gab es u.a. ein Quiz über das Saarland und die Verkostung saarländischer Spezialitäten. Hans-Joachim Schulze selbst hielt einen Bildervortrag über seine saarländische Heimat. Außerdem gab es eine Autorenlesung des saarländischen Schriftstellers, Filmers und Musikers Alfred Gulden, der zum musikalischen Abschluss Dialektlieder vortrug. Den Abschluss des Saarlandtages bildete ein Podiumsgespräch mit finnischen und deutschen TeilnehmerInnen.

Ein weiteres Beispiel ist ein soziales Projekt aus dem Jahr 2010. In Sao Paulo (Brasilien) rief Teamleiter Klaus Weyand ein saarländisch-brasilianisches Kooperationsprojekt für Umwelt und Soziales namens „Fazenda Saar Brasil“ ins Leben. Die Initiative sollte Menschen helfen, die in Favelas unter härtesten Bedingungen leben müssen. Das Angebot wurde durch begleitende Maßnahmen zur Sicherheit auf dem Schulweg, Verpflegung und sportliche Aktivitäten ergänzt. Junge AbsolventInnen und Erwachsene konnten berufliche Weiterbildung im handwerklichen Bereich erhalten. „Saar Brasil“ setzte sich für Umweltbewusstsein ein und leistete einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort. Kleinere Veranstaltungen wie eine Blumenpflanzaktion waren Teil des Projektes.

Ein neueres und noch junges Projekt führt Achim Becker, Teamleiter des Saarlandbüros Senegal, aus. Er engagiert sich mit der Idee eine Wertschöpfungskette im politisch stabilen Senegal zu etablieren.

Der extreme Plastikabfall soll gesammelt und regenerativ verwertet werden. Dafür wird eine Anlage benötigt.

Aktuell wird bereits eine Anlage betrieben, die Plastikmüll in Öl umwandelt und somit den Abbau natürlicher Ressourcen ersetzt. Das erzeugte Öl wird verkauft und durch den Umsatz können die Kosten der Anlage getragen werden. So kann sich das Projekt künftig selbstständig finanzieren.

Aus den finanziellen Überschüssen kann zudem die Umweltbildung für den Umgang mit Müll gefördert werden. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf Kindern, deren Gewohnheiten frühzeitig positiv beeinflusst werden können. ​

Für mehr Informationen zum Projekt, besuchen Sie: https://de.aventurin.one/waste


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Kontaktieren Sie uns gerne unter: info@shsfoundation.de