Das Ziel:

Die Mission der europatriates ist es, das große Problem der Jugendarbeitslosigkeit in den Staaten Europas spürbar zu verringern,

  • indem so viel wie möglich zusätzliche Berufsausbildung und Coaching für eine Selbständigkeit in den Europäischen Staaten geschaffen werden,
  • indem darüber hinaus Jugendarbeitslosigkeit in Staaten mit hoher Quote temporär gewandelt wird in Ausbildung und Beschäftigung in europäischen Gastländern und
  • indem neue Job-Perspektiven für Erwerbstätigkeit und Selbständigkeit in Trend- und Zukunftsbranchen mit neuen Methoden strukturiert erschlossen werden.
Das europatriates Konzept:
  1. Jedem jungen Menschen ein persönlicher Entwicklungsplan mit dem Europäischen Mobilitätsprogramm für Berufsausbildung und Beschäftigung
  2. Neue Job-Perspektiven für Erwerbstätigkeit und Selbständigkeit erschließen in Trend- und Zukunftsbranchen
  3. Atmende Unternehmen
  4. Job Floater: Kapital für Arbeit
  5. Europäisches Ausbildungszeitwertpapier: Ein innovatives Instrument zur Finanzierung der Ausbildung
  6. Social Franchising Network: Ein Europäisches Netzwerk bestehender und neuer Akteure am Arbeitsmarkt
Erster europäischer Kongress gegen Jugendarbeitslosigkeit

Das europatriates Konzept wurde der Öffentlichkeit im Rahmen des von der SHS Foundation veranstalteten ersten europäischen Kongresses gegen Jugendarbeitslosigkeit in Saarbrücken präsentiert. Der europaweit erste operative Kongress dieser Art beantwortete die Frage „was braucht die Jugend in Europa“ und stellte Best Practices und Lösungen aus den Mitgliedsstaaten vor.

Die Ideen, Konzepte, Modelle und Strategien gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Europa, die auf dem Kongress erarbeitet und präsentiert wurden, sind in dem im Aisthesis Verlag erschienenen Fachbuch „Gegen Jugendarbeitslosigkeit. Innovative Ideen, Modelle und Strategien“ ausführlich dargestellt.

Teile der europatriates Idee wurden von der SHS Foundation in zwei Pilotprojekten getestet.

Pilotprojekt MobiPro EU

Mit dem Projekt „MobiPro EU“ erhalten Jugendliche aus Spanien, denen sich aufgrund der dortigen hohen Jugendarbeitslosigkeit aktuell keine berufliche Perspektive in ihrem Heimatland bietet, eine aussichtsreiche Zukunftsperspektive in Form einer dualen Ausbildung auf dem saarländischen Arbeitsmarkt.

Nicht nur für die jugendlichen Teilnehmer ist das Projekt eine Chance auf eine Zukunftsperspektive, auch das Saarland kann von ihnen profitieren. Viele Ausbildungsstellen, gerade im Handwerk, bleiben jedes Jahr unbesetzt. Der demografische Wandel und die Akademisierung unserer Jugend erschweren es den Betrieben zusehends, geeignete Auszubildende zu finden.

Im Jahr 2015 startete das erste MobiPro EU Pilotprojekt der SHS Foundation mit 20 spanischen TeilnehmerInnen aus dem Raum Alicante, die eine duale Ausbildung in einem von ihnen gewünschten Beruf im Saarland aufnahmen. Im Januar 2016 konnten 33 weitere junge SpanierInnen aus Andalusien eine duale Ausbildung im Saarland antreten.

Die TeilnehmerInnen absolvierten ihre Ausbildung in den verschiedensten Berufen und Branchen, wie z. B. in der Lagerlogistik, im Hotelgewerbe und der Gastronomie, der Lebensmittelbranche und im Einzelhandel. Die Mehrheit der AbsolventenInnen ist nach Ausbildungsabschluss nahtlos in eine Vollzeitbeschäftigung im Ausbildungsbetrieb übergegangen, andere kehrte zurück nach Spanien, um sich dort beruflich neu zu orientieren.

Pilotprojekt Job Developer

Mit dem Ziel, das Minipreneure-Konzept international zu verankern und länderspezifische Adaptionen der entwickelten Instrumente zu testen, wurde im Herbst 2015 das Projekt „Job Developer“ initiiert. Hierbei handelt es sich um ein europäisch gefördertes Erasmus+ Kooperationsprojekt des Minipreneure Zentrums mit der Ruhr-Universität Bochum und fünf Partnergesellschaften aus Bulgarien, Griechenland, Litauen, Spanien und Ungarn. Ziel des auf drei Jahre angelegten Vorhabens war es, in jedem der fünf Partnerländer „Job Developer“ zu finden und auszubilden, die Arbeitsperspektiven für junge Menschen in ihrer Region schaffen. Von 2015 bis 2018 entwickelte das Projektteam ein aus fünf Selbstlernmodulen bestehendes Zertifizierungsprogramm in englischer und deutscher Sprache, mit dem sich erfahrene Berufstätige zu Beratern weiterbilden können, um arbeitssuchende Jugendliche auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu unterstützen.

Die Job Developer nutzten für ihre Aufgabe die von Minipreneure entwickelten Instrumente, die sie an die spezifischen Gegebenheiten der jeweiligen Partnerländer anpassten: die Talentdiagnose, mit der sie die individuellen Stärken der Jugendlichen identifizierten, das Beschäftigungsradar, das die Potenziale im lokalen Beschäftigungsumfeld analysierte und das Expertenhearing in Form eines Polylogs, das die Arbeitssuchenden in Kontakt mit regionalen Expertennetzwerken brachte.

Im Rahmen des europäischen Projekts wurden 55 Job Developer ausgebildet, die 70 Jugendlichen aus den fünf Partnerländern halfen, über 100 neue Geschäftsideen in Abhängigkeit von den Potenzialen ihrer jeweiligen Länder zu entwickeln. Für jeden Jugendlichen entstand im Lauf des Projektes ein langfristig angelegter persönlicher Entwicklungsplan.

Kontakt

europatriates
c/o minipreneure Zentrum
gemeinnützige GmbH

InnovationsCampus Saar
Altenkesseler Str. 17 - B5
66115 Saarbrücken

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